Was ist das Ziel des Projekts StefaN?

StefaN, die Schreibberatungs-KI© befindet sich noch im Aufbau. Der Bot ist ein Testballon und dient dazu, der Forschungsfrage nachzugehen, an welchen Stellen die Grenzen automatisierter Schreibberatung verlaufen und wie automatisierte Schreibberatung mit menschlicher Schreibberatung kombiniert werden kann. Dieser Testballon nimmt in einem zweiten Schritt auch die Frage in den Blick, ob die Erkenntnisse zu einer Beratungs-KI im schreibdidaktischen Bereich auch auf andere Lehr-Lern-Bereiche übertragbar sind.

 

Um diese schreibwissenschaftliche Fragenstellung klären zu können, ist das Projekt darauf angewiesen, dass das Tool genutzt wird. Denn ohne eine Anwendung durch Nutzende ist es nicht möglich, dass die Maschine lernt: ohne Nutzung keine KI.

Daher ist StefaN mittelfristig auf Kooperationen angewiesen, um möglichst viele reale Frage-Antwort-Sequenzen aus diesem Pilotprojekt zu erhalten. Diese werden – wie oben beschrieben – dazu genutzt, um die automatisierte Zuordnung einer Frage zu einer passenden Antwort durch den Bot (sogenanntes Matching) zu verbessern und damit die Maschine zu trainieren. Darauf aufbauend soll StefaN auch an weiteren Hochschulen und Schreibzentren eingesetzt werden können.


Die Maschine StefaN bietet für mich persönlich die Möglichkeit, Erkenntnisse für mein Habilitationsvorhaben zum Thema „Automatisierte Wissenskommunikation“ (Universität Hildsheim) zu gewinnen. Mensch-Bot-Interaktion in fachlichen Kontexten ist neben automatisierter Translation und Automated Educational Assessment eines von drei Feldern der Objektebene, auf das sich meine Modellierung von Automatisierter Wissenskommunikation bezieht.